Arroganz toppt Ignoranz! Bewerber muss im Regen warten!

Arroganz toppt Ignoranz! Bewerber muss im Regen warten!

Arroganz toppt Ignoranz

Immer wenn ich denke, dass ich in fast 20 Jahren Berufserfahrung schon alles gehört habe, bringen mich Bewerber mit Ihren zum Teil wirklich skurrilen Geschichten zum Staunen und Kopfschütteln. Da es so unwahrscheinlich klingt, möchte ich folgt beginnen:

Es war einmal ein Jungingenieur auf Jobsuche, nach ein paar Bewerbungen bekam er eine schriftliche Einladung, man wolle ihn gerne persönlich kennen lernen. Aufgeregt und in freudiger Erwartung auf den Termin bereitete sich der junge Mann auf sein Interview vor, informierte sich über das Unternehmen, gab die Route in sein Navigationsgerät ein und kalkulierte die Zeit für die Fahrt, da er immerhin 150 km an Strecke vor sich hatte.

Früh morgend machte er sich voller Elan auf den Weg zum Termin und kalkulierte ein bisschen mehr Fahrzeit ein, da es heftig regnete und er auf gar keinen Fall zu spät kommen wollte. Getreu dem Credo: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt kam er an seinem Ziel an, suchte sich einen Parklplatz und machte sich auf den Weg zum Firmengebäude. Dort angekommen schaute er auf die Uhr und stellte fest, dass er 15 Minuten zu früh war und dachte, er könne sich noch schnell die Hände waschen und die paar Minuten bis zum Termin nutzen um sich etwas zu sammeln.

Er klingelte an der Tür und wartete geduldig darauf dass diese sich öffnene möge. Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit wurde die Eingangstür einen Spalt breit geöffnet und ein Kopf durch die Tür gesteckt. „Sind Sie der Herr xxx, Sie sind eine Viertelstunde zu früh, ich habe noch keine Zeit für Sie!“ und zack die Tür war auch schon wieder zu. Der junge Mann wusste in diesem Moment gar nicht wie ihm geschah –  tausend Fragezeichen in einer großen Blase.

Was sollte er jetzt tun? Es regnete in Strömen und er stand im wahrsten Sinne des Wortes, wie ein begossener Pudel vor der Tür. Seine Gedanken überschlugen sich: Was war das? Wer war das? War das real? Sollte er warten? Wollte er warten? Behandelt man so einen potenziellen neuen Mitarbeiter? Will ich überhaupt noch ein Gespräch führen? Will ich für so ein Unternehmen überhaupt arbeiten?

Nach einer kurzen Analyse der Situation beschließt er für sich, meiner Meinung nach das einzig Richtige. Er geht!

Denn: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

Bis zum nächsten Mal

Ihre Susanna Domsel
Akkreditierte INSIGHTS MDI® Beraterin


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