Peinliche Jobinterviews

Peinliche Jobinterviews

Peinliche Jobinterviews

Viel Wind um nichts oder: Große Klappe, nix dahinter!

Fallbeispiel 1: Gefordert sind verhandlungssichere Englischkenntnisse!

Sales Manager für ein internationales IT-Unternehmen gesucht – Kandidat hat einen überzeugenden Werdegang und wird zum Interview eingeladen. Voraussetzung: Das Interview wird in Englisch geführt, der Gechäftsführer reist extra aus London an. Für den Kandidaten gar kein Problem, Englisch beherrscht er verhandlungssicher. Jetzt passiert das Unglaubliche – erste Frage: „Würden Sie sich bitte kurz vorstellen und uns etwas über sich erzählen?“. In freudiger Erwartungshaltung sitzen der Geschäftsführer und der Personalverantwortliche dem Kandidaten gegenüber – dieser kontert selbstssicher: „No problem! My name is Carsten Mustermann, I am a salesman, I am married and my wife is a haircutter, that’s it“! Nach einer Schrecksekunde muss der Geschäftsführer herzhaft lachen und antwortet – „That’s nice, welcome to the company!“

Dass dieses Interview beendet war, versteht sich von selbst.

Fallbeispiel 2: Gesucht Mitarbeiter für den Support im Systemhaus!

Auch dieser Kandidat hat es geschafft, einen ansprechenden Lebenslauf und ein überzeugendes Anschreiben zu formulieren, so dass man ihn gerne zum Gespräch einlädt. Bei der Eigenpräsentation glänzt der Kandidat durch sein Selbstvertrauen und gibt an, er könne alles reparieren, egal ob Computer, Klimaanlagen, Autos, Fahrräder oder Rasenmäher, auch Reinigen und Sichern ist überhaupt kein Problem für ihn. Das macht er für seinen gesamten Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis. Als es dann aber um Begriffe wie „First-Level-Support“, „Festplatte“ oder „CPU“ ging, wurde er plötzlich ganz stumm – von diesen Dingen habe er noch nie gehört.

Auch hier war das Gespräch dann beendet.

Fallbeispiel 3: Schon mal was von Knigge gehört?

Gesucht wird ein Consultant für eine Unternehmensberatung – Aufgrund der stressigen Arbeitssituation des Kandidaten verständigt man sich darauf, den Termin auf einen Samstagnachmittag zu legen. Samstagnachmittag 15.00 Uhr finden sich der Geschäftsführer und ein Kollege im Büro ein und erwarten voller Spannung den Kandidaten, der sich so stark beruflich engagiert, dass er nur an einem Samstag zum Gespräch kommen kann. Es läutet und man öffnet etwas irritiert einem Kandidaten im schwarzen Jogginganzug. Nachdem man sich kurz vorgestellt hat und nun auch die Identitätsgewissheit hat, macht man den Kandidaten darauf aufmerksam, dass der Job ein gewisses Businessoutfit erfordere. Daraufhin erwidert der Kandidat, dass er nach dem Gespräch noch zu seinem Pferd müsse und er doch einen hochwertigen Jogginganzug trage.

Darf die Frage gestellt werden: Wollte der Kandidat wirklich einen neuen Job…?

Ihre Susanna Domsel
Akkreditierte INSIGHTS MDI® Beraterin


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